Zelten in der Südsee


Wir haben uns in den Kopf gesetzt, zelten zu gehen auf der Grande Terre von Nouméa. Dazu haben wir uns von Point Rouge einen kleinen Wagen gemietet, einen Twingo, und sind damit fast einmal um die Insel gefahren. Wir sind nur fast rum, weil wir ganz einfach die Größe der Insel unterschätzt haben. Wir hätten noch ca 3 Tage mehr gebraucht, um gemütlich alles sehen zu können. Wir hätten auch einmal um die ganze Insel fahren können in weniger Zeit, aber dann wären wir nur im Auto gewesen und das ist ziemlich langweilig. So haben wir angehalten, wo wir Lust hatten, und haben uns angeguckt, was schön war. Dabei haben wir interessante Landschaften gesehen, tolle Leute kennengelernt und an traumhaften Stränden gezeltet.
Erstmal vorweg, die Südsee ist nicht so warm, wie wir es erwartet hätten. Ganz besonders bei sternenklaren Nächten wurde es empfindlich kalt. Wir haben uns nach der zweiten Nacht eine Decke für ca 15€ gekauft. Das hat sich dann als die bisher beste Anschaffung in Neukaledonien herrausgestellt.

Hier die Route, die wir gemacht haben.

1.Tag

Nouméa – Site de Netcha Wasserfälle – Yaté – Übernachtung in Gite Iya
Tagesetappe: 118 km
Die Pflanzen haben ihre Wurzeln sogar durch die Felsdecke durch geschoben.
2. Tag

Gite Iya – Cascade Wadiana – Prony Gefangenenstadt – Bourake – Übernachtung Camping Municipal
Tagesetappe: 272 km
Carla sinniert an den Wasserfällen von Wadiana
3. Tag

Bourake – La Foa – Canala (verfahren, da mussten wir dann wieder zurück) – Tiakan – Übernachtung Gite Tiakan
Tagesetappe: 202 km
Ein Blick auf die roten Berge im Landesinneren
4. Tag

Gite Tiakan – Tchamba (nach Wasserfall gesucht und nicht gefunden) – Pondimié (Eine Balinesin in der Snackbar kennengelernt und ein wenig über Indonesien gefachsimpelt) – Hienghène – Übernachtung Babou
Tagesetappe: 130 km
Das weltberühmte Chicken von Hienghène
5. Tag

Hienghène – einen Tag im Babou geblieben und Kayak gefahren und geschnorchelt, ein paar Mal in den Ort gefahren zum Einkaufen und zu einer grandiosen Snackbar – Übernachtung Babou
Tagesetappe: 62 km
Carla paddelnd vor Millionen Jahren alten Korallenbergen
6. Tag

Hienghène – Plage de Pindai (geschlossen, weil da Nachts gejagt wurde) – Plage de Franco (wieder gefahren, weil die Atmospäre da nicht schön war) – Poe – Übernachtung in Gite de Poe
Tagesetappe: 347 km
Die Sonne versteckt sich hinter den Bergen. Sie denkt man würde sie nicht mehr sehen.
7. Tag

Poe – La Foa (Pizza in einer Snackbar gegessen – die Franzosen würzen ihre Pizzas mit Kräutern der Provence. Da kann ich nur fassungslos den Kopf schütteln) – Bourake (hier haben wir unser Auto gewaschen, mit unseren eigenen, bloßen Händen) – Übernachtung Camping Municipal
Tagesetappe: 80 km
Umsonst Campen am Camping Municipal von Bourake
8. Tag

Camping Municipal – Nouméa Abgabe vom Wagen morgens um 9:00 Uhr (viel zu früh, wir mussten um morgens um 6:00 Uhr aufstehen um dann genau pünktlich beim Point Rouge anzukommen)
Tagesetappe: 94 km
Ich habe einen neuen Freund gefunden. Auch wenn die Freundschaft nur solange dauerte,
wie ich was zu essen in der Hand hielt.
Insgesamt sind wir 1305 km gefahren und haben pro Tag um die 40 € gezahlt für die Miete, den Sprit und die Übernachtungen. Die Zeltplatzgebühr liegt in der Regel zwischen 1000 CFP (ca 8€) und 2000 CFP (ca 17€) für zwei Personen und ab und zu findet man sogar einen Campingplatz, der garnichts kostet. Der Wagen hatte von vornherein schon über 100000 km auf dem Tacho. Nach unserer Fahrt sind die Stossdämpfer sicher nicht besser geworden. Teilweise mussten wir über Pisten fahren, mit Schlaglöchern breiter als der Wagen und ca 40 cm tief. Manchmal sind wir über Dirtroads hoch und auch wieder runter gefahren, die so steil waren das der Wagen es selbst im ersten Gang kaum geschafft hat. Es war aber auch nur ein Wagen mit Vorderradantrieb. Ein 4×4 hätte das locker gemacht. Bei unserer ersten Passage über das Gebirge in der Mitte der Insel, das Ost und Westküste teilt, sind wir bestimmt tausende von Serpentinen gefahren. Vergleichbar mit der berühmt, berüchtigten Fahrt nach Pai in Thailand. Und das ohne das uns nennenswert übel geworden ist.

Das Ganze war schon ein Spaß und ich würde es sofort wieder machen. Das nächste Mal würde ich den Süden der Insel auslassen und direkt in den Nordosten fahren. Da war es am schönsten.



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