Chilling in Laos

Don Det ist der entspannteste Ort, den wir bisher besucht haben. Inmitten des Mekong haben sich Inseln gebildet. Einige so groß, dass man mit dem Fahrrad eine halbe Sunde braucht, um vom Nordzipfel bis ganz in den Süden zu kommen. Man muss dazu sagen, dass die Straßen nicht die Besten sind und die Fahrräder gerade für jemanden meiner Größe nicht gemacht sind. Mir haben viele lachend zugewunken und haben sich gefreut mich zu sehen. Ich bin mir sicher, dass sie das eher wegen dem Bild des Riesen auf dem Zwergenfahrrad gemacht haben als aus reiner Freundlichkeit 😀 Egal, mir hats auch Spaß gemacht.

Ein ganz normaler
Fahrradweg auf Don Det
Wir sind ein paar Tage auf der Insel Don Det geblieben. Zuerst hatten wir uns ein kleines Resort rausgesucht und gebucht. Bei unserer Ankunft am Hotel wusste der besorgte Besitzer dann nichts von der Buchung. Er war auch voll gebucht, weshalb wir nicht da bleiben konnten. Es ging ein bisschen hin und her, weil wir unser Geld von ihm wieder haben wollten, er aber angeblich nichts von Agoda bekommen hat. Ein Anruf bei Agoda hat dann alles geklärt. Wir bekamen unser Geld von denen wieder, der Besitzer war sichtlich erleichtert das für ihn alles gut ausgegangen ist und wir ihm auch keine schlechte Bewertung schreiben. Auf unsere Frage, ob er uns helfen kann bei der Suche nach einem Bungalow mit Sunset view, hat er uns auch direkt eins besorgt. Wunderschön gelegen mit unseren eigenen Hängematten, direkt am Ufer des Mekong, mit Blick auf den Sonneuntergang über den nördlichen Bergen von Kambodscha. Das Bungalow hat uns dann pro Kopf nur 2,5€ pro Übernachtung gekostet. Das günstigste was ich jemals als Unterkunft hatte. Wir sind auch gleich in den Mekong gesprungen um zu baden. Herrlich, nach ca 2 Tagen Reise in überfüllten und viel zu engen Bussen. Die Dusche anschliessend war auch schön, wenn auch unnötig. Das Duschwasser wird auf der Insel einfach aus dem Mekong genommen. Wir haben uns also mit dem Wasser “sauber” geduscht in dem wir gerade geschwommen sind.

Das Vertrauen und die Entspanntheit der Leute hier ist beeindruckend. Wir haben anderswo für das Ausleihen von Fahrrädern sogar unseren Pass hinterlegen müssen. Hier haben einfach 10000 Kip (ca. 1€), ein Lächeln und ein Dankeschön ausgereicht. Wir sind auf die größere Insel Don Khone gefahren. Zwischen Don Det und Don Khone gibt es eine Brücke die noch aus der französischen Kolonialzeit stammt. Überhaupt ist hier alles voll von französischem Einfluß. Diese Brücke gibt es eigentlich nur, weil die Franzosen über die beiden Inseln Don Det und Don Khone einen “Landweg” gebraucht haben um die Mekongfälle zu passieren, zu Wasser ist das nicht möglich. Die Wasserfälle des Mekong sind die größten in ganz Südostasien. Die sehen schon schön aus, aber unter uns … die Wasserfälle die ich in Schweden gesehen habe, DAS sind Wasserfälle!

Oben das "Happy" Zeug
und unten das Essen.
Das Wichtigste zuerst :D
Don Det hat ein kleines Hanfproblem und ich rede nicht von dem Industriehanf, der zum Kleider machen benutzt wird. Alles was das Wort “Happy” mit im Namen hat, ist mit Haschisch versetzt. Das findet man sowohl im Essen als auch im Trinken. Ein Bar heißt sogar Happy Bar, die Leute die da drinnen sitzen sehen total nach Klischee aus. Wir haben das nicht probiert, man wird damit auch nicht bedrängt sondern ziemlich in Ruhe gelassen, man sieht “Happy” aber fast überall hier. Was dem gechillten aber ein wenig abgedrehten Leben hier die Krone aufsetzt ist ein Reisebüro was zu macht wenn es dunkel wird, also gegen 18:00 Uhr. Der Besitzer bzw. Verkäufer verlässt seinen Verkaufsstand, lässt aber ansonsten alles an seinem Platz. Ab dann übernimmt ein Huhn seinen Platz, welches dann die ganze Nacht da sitzt. Der späteste Zeitpunkt an dem wir da vorbeigekommen sind war gegen 24:00 Uhr und das Huhn war immer noch da. Entweder ist es der sehr frühe Vogel oder das späte, die Experten streiten sich da noch.


Hartes Handeln mit dem Händler
4 Reihen mit 4 Leuten und 2 auf
den Vordersitzen. Die Reise über
die "New Route" nach Siem Reap
Wir haben danach unseren Weg nach Kambodscha fortgeführt. Ein lauschig kleiner Bustrip von ca 12 Stunden. Die Busse natürlich wieder bis oben hin voll gepackt mit Gepäck und Leuten. Diesmal noch enger als alles was wir vorher erlebt hatten. Wenn das so weitergeht stapeln die die Leute das nächste mal auf dem Dach. In einem Minibus in dem vielleicht 10 Leute Platz haben, denkt der bequeme Deutsche, fanden sich 18 Leute wieder. Unter unseren Füßen, auf dem Boden lag das Gepäck, nicht im Kofferraum oder auf dem Dach. Links und rechts, Schenkel an Schenkel saßen die Insassen und schwitzten was das Zeug hielt. Basti, einer Typ aus Münster, und ich haben uns 6 Stunden lang unterhalten. Die Ablenkung tat gut und Basti ist ein ziemlich witziger Typ. Man darf sich seinen Humor nicht nehmen lassen.


Die 3 (von 4) von der Rückbank. Links is Basti aus Münster

Als letztes noch eine kleine Erfahrung, die wir hier in Siem Reap gemacht haben. Endlich habe ich mich getraut mir die Füße von Putzerfischen sauber knabbern zu lassen. Ein Gefühl was ich nicht beschreiben kann. Irgendwas zwischen kitzeln, kratzen und streicheln.


Kiss Fish Spa in Siem Reap





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