Fast die ganze Geschichte aus Tengchong

Der Nebel von Heshun
Von Anfang in kurzen Worten. Wir kommen in Tengchong an und werden mit dem Minivan abgeholt. Was auf Agoda.com noch “mitten im Zentrum” hies, entpuppte sich als “mitten komplett ausserhalb”. Wir fahren also ein ziemliches Stück mit dem Van und kommen in einem historischen Dörfchen in der Nähe von Tengchong an, dass sich Heshun nennt. Das Dorf ist wunderschön und kostet normalerweise sogar Eintritt. Was für ein Glücksgriff! Am Abend, nachdem wir uns schon das meiste von Dorf angeguckt haben, sitzen wir noch auf der Dachterasse und teilen uns das letzte Bier, was es in dem Hostel gab. Wir laden einen älteren Mann ein mit zu trinken der da auf dem Dach stand und telefonierte. Es stellte sich dann heraus, dass der Gute nicht nur der Hostelbesitzer war, sondern auch noch der Bürgermeister von dem kleinen Ort. Er hat sich so über unser Angebot gefreut, dass er uns seinerseits zu ein paar Gläsern von seinem selbst angesetzten Reiswein mit Pflaume eingeladen und auch gleich das ganze Hostel zusammen getrommelt hat. Das war ein großer Spaß, auch wenn wir wenig verstanden haben, weil fast alle nur chinesisch gesprochen haben.
Essen am Foodmarket am See in Heshun.
wir haben das Genüse aus der Suppe
gegessen, aber die Suppe verschmäht
Am nächsten Morgen sind wir früh raus, weil wir erfahren haben, dass der Ort früh morgens am verwunschensten aussieht durch den Dampf der vom See aufsteigt. Sie haben nicht gelogen. An dem See haben wir auch gegessen. Das übliche auf-Gemüse zeigen und Geräusche machen führte zu einem sehr guten Mal, diesmal dabei eine Suppe mit Gemüse drinnen. Wir essen brav das Gemüse raus, lassen aber die Brühe in der Schüssel. Wie wir später dann erfahren haben, lässt man das Gemüse in der Schlüssel und trinkt ausschliesslich die Brühe 😀 Die Ladenbesitzer fanden es lustig und wir, nicht ahnend das unsere Essgewohnheiten der Grund der Belustigung war, fanden es trotzdem sehr lecker. Am nächsten Tag sind wir dann aber umgezogen in die eigentliche Stadt Tengchong.
Das Team, dass unser Weihnachtspaket versandfertig
gemacht hat ... und das Paket
Wir haben unsere Weihnachtsgeschenke endlich alle zusammen. Die Märkte in Tengchong waren dafür, noch vor den Märkten von Dali, die Besten. Jetzt müssen die Geschenke nur noch nach Deutschland. Wie soll das gehen? Natürlich per Post. Da wir nicht wissen wo die China Post Filiale hier ist und das Internet uns das nicht sagen kann, google maps könnte das vielleicht, aber google maps kann man hier in China nicht benutzen, fragen wir bei der Rezeption nach. Die Mädels an der Rezeption kennen uns schon. Unnötig zu sagen das wir kein chinesisch sprechen und die Mädels auch kein englisch. Wir haben das bei unserer Ankunft bemerkt und bei zahlreichen weiteren Nachfragen verifiziert. Einige von den Rezeptionsdamen finden das lustig, einigen treibt das die Panik ins Gebein. Als wir nach der Post fragten, hatten wir eher die ängstliche Sorte vor uns. Mit viel Zähneklappern und Angstschweiß schaffen sie es doch uns auf der Karte einzuzeichnen wo wir hin müssen. Die Post in China hat unter anderem die Aufgabe zu prüfen, ob die Sachen die man verschicken möchte auch verschicken darf. Tut mir leid Pappa, dein Geschenk wurde aussortiert. Das werde ich versuchen aus Laos zu schicken, in der Hoffnung das es noch rechtzeitig ankommt. Dafür übernehmen die Leute bei der Post auch das einpacken. Ich war leicht versucht mal die ein oder andere Blase der Luftpolsterfolie platzen zu lassen, wollte aber nicht riskieren, dass das Paket dann unter Umständen nicht verschickt werden kann. Das Porto hat dann mehr gekostet als der gesamte Inhalt 😀 Wir hatten dafür auch leider nicht genug Geld dabei. Als ich den Leuten da verständlich gemacht habe, das ich zu einem Geldautomaten gehen und Geld holen muss, hat mich einer der Postbeamten kurzerhand mit seinem Mofa zum nächsten Automaten gefahren. Ich also hinten auf dem Sozius drauf. Man muss sich das so vorstellen, das ich sowieso schon fast 2 Köpfe größer bin als der Typ und ich auf dem Sozius noch leicht erhöht sitze (davon gibts leider kein Foto). Von vorne muss das ausgesehen haben als ob ich hinter dem Typen herfahre um ihn anzutreiben, wie bei einem Pferdewagenrennen. Das Paket ist auf jeden Fall erfolgreich auf den Weg gebracht und hoffentlich auch noch vor Weihnachten in Deutschland.
Der Abdruck meines Oberkörpers
… den Rest überlasse ich Eurer Fantasie.
Wir haben auch die heissen Quellen besucht für die Tengchong (zumindest in China) bekannt ist. Um Tengchong gibt ein großes Gebiet mit noch latent aktiven Vulkanen. Hier bricht kein Vulkan aus, noch sieht man Lava in Kratern, aber es gibt hier Stellen an denen das Wasser an der Oberfläche sogar kocht. In der Gegend kann man sich eine eigene Quelle für einige Stunden mieten und darin baden. Das haben wir gemacht, 2 Stunden lang. Herrlich! Man bekommt einen eigenen kleinen Verschlag dazu, wo man sich umziehen/ausziehen und auch duschen kann, nebst einer kleinen von unten beheizten Strohrelax area.

Ich weiss diesmal ist es viel 😀 Aber das hier muss ich noch loswerden. Vor jeder größeren Niederlassung der Bank of China stehen 2 Löwenstatuen. Die linke davon sieht immer garnicht so majestätisch aus, sondern eher als hätte sie was schlechtes gegessen und die Statue wurde genau in dem Moment gemacht, als der Löwe merkt das in seinem Verdauungstrakt irgendwas nicht ganz nach Plan verläuft.

Der rechte Löwe, der sich über den anderen Löwen
lustig macht. Er weiss noch nicht, dass er der nächste ist.
Der linke Löwe, der was falsches gegessen 
hat und gerade merkt, dass es hinten drückt.






Nur für die Fingerhüte 😀
Ein Schwein in China


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