In der Stadt des Duftblütenwaldes

Kormoranfischerin
Unser letzter Tag in Hongkong war unspektakulär. Wir sind ein bisschen bei Diamond Hill rumgelaufen, bei dem Nonnenkloster. In erster Linie um ein bisschen zu chillen. Das letzte Bier was ich mit Barry, dem Australier aus Perth, am Abend zuvor getrunken hatte, war glaube ich nicht ganz gut. Hat Barry auch gesagt.
Am nächsten Tag war dann die große Fahrt nach Guilin mit dem Nachtzug von Shenzhen aus. Die chinesische Grenze zu überqueren war spannender als in Hongkong einzureisen. Das die an der Grenze wenig Spaß verstehen sieht man schon an den Unmengen von Militär und Polizei, die hier rumstehen und im Gleichschritt durch die großen Grenzhallen laufen. Das erste kuriose China Erlebnis gabs dann auch direkt nach der Grenze in einer Toilette vom Shenzhen Hbf. Hier hat sich ein Typ in einer Ecke die Haare gewaschen. Das hat er an einem Wasserhahn gemacht, der in einer Höhe angebracht war die eindeutig dafür sprach, dass das Wasser ganz klar für einen Eimer gedacht war und nicht für sein Haupthaar. Gerade als ich dabei war ein neues Vorurteil auszubilden, kam ein anderer Chinese und hat den Haarwäscher ganz ordentlich angekackt … Glück gehabt … nicht alle Chinesen scheinen so zu sein und Haare waschen auf der Toilette ist nicht normal. Also Vorurteil gleich mal wieder löschen.
Pavillon der Sterne
Guilin ist eine schöne Stadt, zumindest das was wir gesehen haben. Die Kleinstadt Guilin hat schnuckelige 700000 Einwohner, man kennt sich also in diesem chinesischen Dorf. Trotz der geringen Einwohnerzahl ist die Stadt nicht innerhalb von Minuten zu durchwandern. Muss ein Problem der Architektur sein. Leider ist es ziemlich diesig. Ein Einheimischer, der uns was verticken wollte, hat uns das erzählt. Zum Winteranfang ist es immer ziemlich nebelig. Deshalb konnte man leider die Guilin Peaks nur begrenzt sehen. Die Karstfelsen, die man besteigen konnte in den Parks in der Nähe der Stadt, hätten sonst mit Sicherheit ein atemberaubendes Panorama geboten. Ist aber trotzdem schön.
Es gibt hier ziemlich viel neues zu essen. An Seafood traue ich mich noch nicht ran, aber die ganzen neuen Backwaren und tollen Früchte schmecken alle großartig. Es gibt hier ab und an mal einen Stand bei man sich Smoothies machen lassen kann. Man sagt welche Früchte man haben will, die werden frisch in den Mixer geschmissen und fertig ist die Vitamin- und Geschmacksbombe. Mein momentaner Favorit ist Kiwi-Mango Smoothie. Morgen gehts mit dem regulären Bus nach Yangshuo. Bin mal gespannt wie das klappt. Die sprechen hier alle 0 Englisch, deshalb ist es manchmal schon einer ziemliche Aufgabe nur Bustickets zu kaufen.
0 Englisch stimmt nicht. Sobald einem etwas verkauft werden soll überschlagen sie sich 😀
Waschfrauen an einem Nebenarm des Li-Fluß


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