BKK – Metropole oder Krankenkasse


Das sind die ersten Tage in Bangkok (BKK) und die letzten in Asien. Wir haben zwar noch ein paar Tage in Singapur vor uns, aber gedanklich machen wir uns schon bereit, den Kontinent zu verlassen, den wir jetzt über 5 Monate bereist haben. Bevor ich anfange sentimental zu werden, steht aber noch Bangkok auf dem Programm und die Stadt hat einiges zu bieten. Ehrlich gesagt bin ich mit ein paar Vorbehalten hierher gekommen. In meiner Vorstellung bestand die Stadt zum größten Teil aus Nutten und ekeligen alten Kerlen, die den jungen Mädchen hinterher steigen. Vielleicht tut sie das auch, man sieht es allerdings nicht.




Zum 233 jährigen Jubiläum von Rattanakosin
gibts einiges Kurioses zu sehen
Wir sind in einem kleinen Guesthouse direkt im Zentrum von Bangkok untergekommen, keine zwei Gehminuten von der Khao San Road entfernt. Die Khao San Road ist eine Straße für Touristen. Tagsüber gibts hier pseudo billiges Essen und T-Shirts, Nachts gibt es das Gleiche nur dass mehr Bier verkauft wird und die Straße voller Touristen ist. Man findet in den umliegenden Straßen und Vierteln immer noch die kleinen Straßenstände, die für günstiges Geld einfaches und gutes Essen verkaufen. Auf der Khao San Road und auf der direkt anliegenden Straßen gibt es eine Menge kleine Stände, die so aussehen, als würden sie für günstiges Geld einfaches und gutes Essen verkaufen. In Wirklichkeit verkaufen sie für nicht ganz so günstiges Geld einfaches und schlechtes Essen. Die meisten Touristen werden sich freuen, weil es immer noch vergleichsweise günstig ist. Sie werden auch eine Geschichte zu erzählen haben, in der sie stolz erklären können, dass Straßenessen in Bangkok schlecht schmeckt, zumindest das eine Mal als sie “local food” probiert haben. Meine Meinung zu den Touristen, die wir hier gesehen haben, habe ich damit wohl deutlich gemacht 😀

An Tempelarchitektur kann man sich garnicht satt sehen.
Der Innenstadtbereich von Bangkok ist voll mit Tempeln. Genau wie in Chiang Mai auch, erinnert die Architektur an die Tempel von Laos. Der laotische und thailändische Buddhismus sind wohl auch stark miteinander verwandt. Und dann gibts da noch die Tempel, die ganz anders aussehen. Wir sind per Zufall in einen Metallic Temple gestolpert, der früher als Unterkunft für Mönche und als Stätte zur Meditation gedient hat. Wunderschön anzuschauen und ein kühler Segen in der sengenden Mittagshitze von Thailand. Im Moment ist es angeblich die heißeste Zeit der Jahres hier. Ganz oben im höchsten Zimmer des höchsten Turmes (klingt wie bei Rapunzel oder war es Dornröschen?) gibt es das Innere Heiligtum, ein goldenes Ei (Vielleicht war es doch Hans im Glück).

Das heilige Innere des Metallic Temple
Ein kleines thailändisches Eichhörnchen
Wir hatten das Glück übers Wochenende hier zu sein. Am Wochenende gibt es den Wochenendmarkt irgendwo in der Stadt. Ich sage irgendwo, weil es unmöglich war, im verschlungenen Weg des Busfahrers die Orientierung zu behalten. Pro Person haben wir nur 7 Baht gezahlt, was ca 0,15€ entspricht. Auf dem Markt angekommen haben wir das Shopping Mekka für Trödelmarktfreunde gesehen. Hier gibt es nichts was es nicht gibt, T-Shirts, Hosen, Jacken, Gürtel, Schuhe, Bilder, Sticker, Schmuck, Haushaltsgeräte, Klempnerbedarf, Schreinerwerkzeug und Baustoffe, Haustiere, von Vogel bis Nagetier, und natürlich Essen in rauhen Mengen. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist tatsächlich weit davon entfernt. Wir waren auf dem Markt, sind drei mal komplett rumgegangen und sind an kaum einer Stelle zwei Mal vorbeigekommen. Dabei haben wir vielleicht gerade mal 10% des ganzen Marktes gesehen. Als Carla eine Kleinigkeit gekauft hat, wurde sie auch gleich gefragt, ob sie nicht mehr kaufen möchte oder ein Import-Export Geschäft aufziehen will. Interessante Fragen beim Kauf von nur einer Sache. Die Idee ist grundsätzlich aber auch nicht schlecht. Gut genug, um sie im Hinterkopf zu behalten.

Stitch in pain
Dieses Bild habe ich vor dem thailändischen Innenministerium aufgenommen. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich aus dem Lachen heraus und wieder in die normale Atmung eingestiegen bin. Der arme kleine Stitch scheint ein wenig erschrocken. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass eine Autoantenne in einer Körperöffnung steckt. Im Größenverhältnis ist die Antenne zu Stitch auch vermutlich recht unangenehm. Da kanns schonmal zwicken. Ob das den Empfang verbessert, möchte ich bezweifeln. Obwohl er die großen Ohren auch als Verößerung der Antenne benutzen könnte. In so einem privaten Moment denkt man da vielleicht nicht in erster Linie an seine Pflicht, dem Antennenbesitzer bei der Verbesserung seiner Radioempfangsleistung zu helfen. Was sich Stitch in erster Linie denken wird ist “AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHH”

Da hat er recht, das ist echt schwer


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