Die Redwood Band


Ich bin eigentlich nur nach George Town zurück, weil ich am nächsten Tag den Bus nach Melaka nehmen wollte. Natürlich bin ich wieder ins heritage16 gegangen. Auch wenn es nur für eine Person ein wenig außerhalb des Budgets ist, habe ich hier wieder eingecheckt. Es ist einfach der geilste Platz in George Town. Man muss dazu sagen, dass ein Einzelzimmer mit AirCon und wirklich gutem Frühstücksbuffet 60 RM (ca 15€) kostet. Das ist also noch nicht viel außerhalb des Budgets 😀

Der Club des Geschehens
Geblieben bin ich dann 2 Nächte, weil Edward, der Besitzer des heritage16, mit seiner Band Redwood einen Auftritt hatte und das wollte ich unbedingt sehen. Edward meinte ich könnte mit kommen. Wie sich nachher raus gestellt hat, war es kein offizieller Auftritt mit Eintritt für alle, sondern ein Klassentreffen von alten Klassenkameraden. Zu dem Klassentreffen ist die Band Redwood engagiert worden und Edward hat mich als Special Guest mitgebracht. Bevor es los ging haben sich alle am reichhaltigen Buffet und an der Bar aufgewärmt. Der Abend hat den alten Hits gehört. Es wurde alles gespielt von Beatles, über Harry Belafonte und Louis Armstrong. Den Louis Armstrong hat übrigens einer der Schulkameraden gesungen, mit einer perfekten Satchmo Stimme. Was für ein Klang aus diesem kleinen Kerl raus kam, war fast das beeindruckendste am ganzen Abend.

Edward kurz vor der großen Show, die Ruhe vor dem Sturm
Die Redwood Band kam mit 5 Leuten auf die Bühne, ein Keyboarder, zwei Gitarristen, ein Bassist und Edward der Sänger. Edward sieht auf der Bühne aus wie ein kubanischer Lebemann. Wenn er sein La Bamba anstimmt, glaubt man ihm jedes Wort. Einer der Gitarristen war gleichzeitig auch mit einer der Sänger. Er hat mich in seiner Art zu spielen, von der Stimme und von seiner Mimik stark an die chinesische Version eines Peter Maffay erinnert. Ich war ein bisschen verwirrt als zwischendurch immer wieder andere Leute auf die Bühne gestürmt sind und mit gespielt oder gesungen haben. Das ist wohl normal für von Karaoke besessene Malaysier. Das große Bild über der Überschrift zeigt auch ein paar der spontanen Bandmitglieder. Ganz rechts an der Säule sieht man als Schatten auch jemanden, der im Hintergrund immer in ein Karaoke Mikro gesungen hat, was auch auf die Boxen gelegt war. Es waren also nicht nur die Spieler auf der Bühne beteiligt, sondern auch das Publikum 😀

Neben Edward die Hauptsängerin mit Gold in Kehle
Die Redwood Band hat gerockt nach allen Regeln der Kunst. Der Abend war großartig. Als Edward meinte, sie hätten einen Auftritt in einem Club, hatte ich an einen Club in der Nähe des Hotels gedacht. Einen Club in den jeder rein kann. Tatsächlich war es ein Club, der zu einem Kasino gehörte. Als mich Edward abgeholt hat und ich in Short aufgekreuzt bin, hat er mir sehr freundlich und höflich gesagt, ich möchte doch bitte eine lange Hose anziehen. Zum Glück hatte ich meine Jeans noch nicht weggeschmissen. Im Club sind auch die ganze Zeit Bedienungen rumgelaufen und haben dafür gesorgt, dass den Leuten die Gläser nicht leer werden. Ähnlich wie bei den Köbessen in Köln, nur das die Bedienungen hier freundlich sind und die meisten auch besser aussehen. Es ist hier üblich, Kübel voll mit Bierflaschen zu kaufen und dann daraus nachgeschenkt zu bekommen. Weil ich nicht schmarotzen wollte, habe ich auch einen Kübel ausgegeben. Je später der Abend wurde, desto ausgelassener ist die Stimmung geworden und desto mehr hat die Band aufgedreht.

Was für ein geiler Abend mit einen super Band in einem abgefahrenen Ambiente!

Zwischendurch hat die Besetzung mal gewechselt

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